Sie haben 2012 den Arbeitskreis Ortsentwicklung mit ins Leben gerufen und nach Ihrer Wahl zum Bürgermeister die Ausarbeitung eines “Integrierten Ortsentwicklungskonzeptes” in Auftrag gegeben. Welche Ziele waren damit verbunden?

Eines der Ziele war, zunächst einmal eine umfangreiche Analyse über den Ist-Zustand des Marktes zu bekommen. Auf der Basis der Untersuchungsergebnisse konnte dann ein Zukunftskonzept mit einem umfassenden Ansatz für alle Bürger, Vereine und Interessengruppen sowie die Wirtschaft entwickelt werden. Das “Integrierte Ortsentwicklungskonzept”, kurz ISEK, war gleichsam die Voraussetzung für unsere Bewerbung um die Aufnahme in städtebauliche Förderprogramme.

Was hat sich seit der Aufnahme des Marktes Velden in das Städtebauprogramm “Aktive Orts- und Stadtzentren” getan?

Zunächst sind mit der Einrichtung einer Projektmanagement-Schnittstelle die organisatorischen Voraussetzungen geschaffen worden, um die geplanten Impulsprojekte der städtebaulichen Ortsentwicklung und Maßnahmen der kommunalen Fassaden- und Geschäftsflächenprogramme zielgerichtet durchführen zu können. Seit 2016 wurden die ersten Fassadenförderungen bewilligt und auch bereits ausgeführt, dieses Jahr folgen weitere. Zu den Impulsprojekten “Parkdeck” und “Erlebnisraum Vils” mit der Erneuerung der Stengern sind die Planungen weitestgehend abgeschlossen, hier wollen wir noch 2017 in die Ausführung gehen. Ebenfalls noch in diesem Jahr soll ein sogenannter Projektfonds aufgelegt werden, mit dem kleinere Wünsche, die von Seiten der Bürgerschaft an uns herangetragen werden, finanziert werden sollen. Außerdem hat der Markt Velden dieses Jahr erstmals am “Tag der Städtebauförderung” teilgenommen und den Bürgern Gelegenheit geboten, sich über die Fortschritte der Ortsentwicklung zu informieren.

Wo sehen Sie das Potential der zukünftigen Entwicklung?

Velden liegt günstig zu wirtschaftlich starken Regionen wie Großraum München, Flughafen Erding und Freising an der Entwicklungsachse B388. Die sozialen Rahmenbedingungen für Kinderbetreuung, Schulen und medizinische Versorgung sind gut. Bauland ist vergleichsweise günstig. Der Einzelhandel kann die Grundversorgung noch abdecken. Unsere Kulturlandschaften und die Natur bieten einen hohen Freizeitwert.

Welche Bedeutung messen Sie dem Ehrenamt bei?

Ohne ehrenamtliches Engagement in unseren Vereinen, Kirchen und Hilfsorganisationen wäre das Gesellschaftsleben in Velden so nicht denkbar. Ich danke Allen, die sich hier für das Allgemeinwohl einsetzen und möchte die Förderung durch die Gemeinde weiter ausbauen. Selbst bin ich im Vorstand des TSV Velden sowie 2. Vorstand der Fördergemeinschaft und Mitglied in weiteren Vereinen. Daneben helfe ich mit, um Benefizveranstaltungen sowie sportliche und kulturelle Events zu organisieren.